Bericht zur Tour
Autor
Simon Trippel
Erstellt am
17.08.2025 23:19
Letzte Änderung
17.08.2025 23:35
Tourenbericht

Eine muntere Gruppe zu sechst, nämlich Caspar, Katrin, Daniel, Erika, Maja & Simon durfte sich auf Einladung des Tourenleiters und dessen Gemahlin bereits am Donnerstagabend vor der Tour zum gepflegten Apero und Nachtessen samt lebhaftem Austausch bei Caspar und Kartrin in Flims einfinden. Vorher konnten dank der vorausschauenden Intervention des Tourenleiters noch die gemieteten eBikes abgeholt und dann über Nacht aufgeladen werden. Damit stand nach einem feinen Zmorgen mit selbstgemachtem Zopf von Katrin einem zeitigen Start per eBikes hinunter nach Trin am nächsten Morgen nichts mehr entgegen. Dann ging es zwar elektrisch unterstützt, aber doch schweisstreibend von Trin auf einer Alpstrasse zeitweise recht steil zuerst geteert und dann auf rolligem Naturbelag 1450 Höhenmeter hinauf und über die Waldgrenze via die Alp Mora bis ans Strassenende auf der Alp Tegia Culm auf 2247 m.ü.M.

Dort wurden die Bikes deponiert und es begann ein eindrücklicher Aufstieg über den Südrücken des Crap Mats bis zum Gipfel auf 2946 m.ü.M. Zuerst war es grasig, dann wurde es steiniger und es gab grosse eindrückliche flache Kalkfelsen zu überqueren bis zum steileren Gipfelaufbau, der zuerst etwas linkshaltend bis zur "Schlüsselstelle", einer kurzen einfachen Kraxelstelle, erreicht wurde. Dann war es recht steil, dann flachte sich das Gelände oben wieder etwas ab und auf dem Gipfel stand man Richtung Norden etwa zwei Kilometer vom Ringelspitz entfernt und hatte prächtige Rund- und Tiefblicke, nicht nur zum Ringelspitz, sondern auch zum Calanda, ins Domleschg, Safiental, Lugnez und Vorderrheintal sowie zur Flimserbergwelt und der Glarner Hauptüberschiebung samt Tschingelhörnern und darüber hinaus. Beim Besteigen des Crap Mats waren wir die ganze Zeit mausbeinallein, was für ein Genuss in heutigen Zeiten!

Während wir beim Biken etwas hinter dem Zeitplan des Tourenleiters blieben, waren wir dafür beim Hiken schneller und somit wieder im bzw. vor dem Zeitplan und damit zeitig bei den Bikes unten auf der Alp. Dafür durften wir uns nach einer rassigen Abfahrt bis zur Alp Mora und einem kürzern Fussmarsch ins Val Maliens in den, mittlerweile etwas zu gut bekannten, Gletschermühlen abkühlen, bevor wir dann wieder mit heissen Bremsen, aber diszipliniert und immer, wie auf der ganzen Tour, uns brav hinter dem Tourenleiter haltend, in die Tiefe stürzten, bis wir unten in Trin bei einem Brunnen und im Volg unsere ausgetrockneten Kehlen anfeuchten konnten, da unsere Trinkflaschen schon längst leer waren. Von dort ging's dann statt direkt via Cresta- und Cauma-See wieder nach Flims Dorf hoch, wobei bei einigen der letzte Strom aus dem Akku rassig verfahren wurde, sodass ganz am Schluss etwas geschoben bzw. stromlos gefahren werden durfte. Bei einem Spaghettiessen wieder bei Caspar und Katrin klang dieser tolle Tag mit insgesamt über 2400 Höhenmetern und um die 50 Bikekilometer mit einer einsamen, land- und kameradschaftlich tollen Tour unter umsichtiger Leitung ihren Abschluss.