Mit wechselhafter Wettervorhersage und frischem Neuschnee in den Tagen zuvor starteten wir am Sonntag gemütlich vom Göscheneralpsee Richtung Chelenalphütte.
Bewölkt, neblig oder doch sonnig? Was uns wettertechnisch am nächsten Tag erwarten würde, blieb eine Überraschung – sicher waren nur die tiefen Temperaturen. So genossen wir den Nachmittag in der heimeligen Chelenalphütte, umgeben von blühenden Wiesen und mit ausgezeichneter Bewirtung.
Umso erstaunter waren wir, als sich uns um vier Uhr morgens ein klarer Sternenhimmel über dem nebelverhangenen Chelenalptal präsentierte. Nach einem kurzen Zmorge ging es um fünf Uhr – etwa ab der Nebelobergrenze – los Richtung Sustenlimi. Die kurze Kletterstelle wurde problemlos passiert, bevor wir im zunehmend stärkeren Wind und dichter werdenden Wolken den Gipfelhang des Sustenhorns erreichten. Eine vorhandene Spur erleichterte den Aufstieg im Schnee. Die inzwischen geschlossene Wolkendecke hüllte die umliegenden Gipfel ein, liess das Sustenhorn aber zu unserem Glück frei.
Starker Wind und die Kälte liessen uns trotzdem nur kurz auf dem Gipfel verweilen, bevor wir den Abstieg zur Tierberglihütte über den vollständig verschneiten Gletscher in Angriff nahmen. Für kurze Zeit gerieten wir sogar in leichten Regen. Nach einer ausgiebigen Rast in der Hütte setzten wir unseren Weg fort: Der Abstieg bei nun plötzlich sonnigem Wetter und in deutlich reduzierter Kleidung führte uns zum Parkplatz Umpol, wo uns ein Taxi zum Bahnanschluss in Meiringen brachte. Dort liessen wir die grossartige Tour bei einem Getränk gemütlich ausklingen.
Vielen Dank nochmals für die super Tour! Ich würde am liebsten gerade wieder gehen.
Liebe Grüsse, Nicola Rhyner

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